Sogar der Zauberer kam zum Fest

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung (02.07.2013)

Waldhilsbacher Grundschüler feierten ein besonderes Ereignis: Vor 25 Jahren wurde “ihre” Grundschule wiedereröffnet

Neckargemünd-Waldhilsbach. (LL) Geschäftiges Treiben herrschte auf dem Waldhilsbacher Schulhof, hatte die Grundschule doch zu einem Schulfest eingeladen. Und nicht nur die Kinder waren gekommen, sondern auch Geschwister, Opas, Omas, Tanten und Onkel – so, wie es eben in Waldhilsbach üblich ist. Jedes Schulkind soll einmal in seiner Grundschulzeit ein solches Fest erleben und in diesem Jahr stand ein besonderes Ereignis an: Die Grundschule feierte ihr 25-jähriges Bestehen nach der Wiedereröffnung im Jahre 1987. Eigentlich stand das Fest bereits im vergangenen Jahr an, weil da aber die großen Feierlichkeiten im Zusammenhang mit dem 700. Ortsjubiläum stattfanden, wurde das Fest kurzerhand auf diesen Sommer verschoben.

So konnte Schulleiterin Edith Lesser die zahlreichen Gäste, unter ihnen Bürgermeister Horst Althoff, Ortschaftsräte sowie ehemalige Lehrerinnen der Grundschule, willkommen heißen. In ihren einleitenden Worten ging Lesser auf die sich stets verändernden Bedingungen der Schule ein. Während es anfangs vier Klassen, auch einmal fünf Klassen, gab, werden derzeit nur noch 131 Grundschüler in zwei jahrgangsgemischten Klassen unterrichtet. Natürlich musste sich auch der Unterricht den neuen Begebenheiten anpassen: Es findet deutlich weniger “Frontalunterricht” statt; die Schülerinnen und Schüler in diesen jahrgangsgemischten. Klassen profitieren voneinander und lernen vor allem Eigenverantwortung.

Die Kinder ließen es sich nicht nehmen, ihr Fest musikalisch einzuleiten und trällerten fröhliche Lieder. Nach der gelungenen Schul- und Rathaussanierung überbrachten sie dem im neuen Glanz erstrahlten Gebäude gute Wünsche: So wünschten sie ihm unter anderem auch für die Zukunft viele fröhliche Kinder und dass die Stadt immer genügend Geld habe, das Gebäude auch weiterhin “in Schuss zu halten”.

Bürgermeister Horst Althoff ging in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Schule für den Ort ein: “Waldhilsbach wäre ohne die Grundschule um einiges ärmer.” Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Kinderzahlen – und damit die Grundschule – vor Ort gehalten werden können. Die Stadt Neckargemünd habe “tief in die Tasche gegriffen” und 1,1 Millionen Euro für die Sanierung des Schul- und Rathauses sowie der Mehrzweckhalle, die auch für den Schulsport genutzt wird, bereitgestellt, damit die Kinder hier beste Bedingungen hätten.

Auch die stellvertretende Ortsvorsteherin Lilliane Linier würdigte die Bedeutung der Grundschule für den Ort – die Wiedereröffnung sei ein absolutes “Erfolgsprojekt”. Hier herrsche keine Anonymität, die Kinder kennen sich bereits vom Kindergarten; die Eltern brauchten sich keine Sorgen darüber zu machen, dass ihre Kinder etwa von älteren Kindern auf dem Schulweg schikaniert würden.

Die Schule sei nicht nur in topografischer Hinsicht das “Herzstück” des Dorfes. Sie sei bei Festen und Feiern dabei und leiste somit einen erheblichen Beitrag zum kulturellen Leben im Dorf. Damit die Schule auch in Zukunft weiterhin Bestand habe, sei es das Bestreben des Ortschaftsrates, ein Neubaugebiet auszuweisen.

Nach dem offiziellen Teil ging es dann endlich auch ans Feiern. Kaffee, Kuchen, ein köstliches Buffet sowie leckere Bratwürste und Erfrischungsgetränke standen bereit. Natürlich durften auch Spielstationen für die Kinder nicht fehlen. Eine besonders gelungene Überraschung war der Auftritt eines Zauberers, der mit seinen Künsten die Kinder in ihren Bann zog.

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