Bei diesen Zaubertricks hielten manche die Luft an

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung (01.03.2013)

Zauberei mit Daniel Schirner, dem Heidelberger Magier aus dem fernen Sibirien- Verblüffende Effekte

Schönau. (fi) “Simsalabim”, ein wenig Zaubersalz und dann die großen Augen. Es herrschten keine Minusgrade in der Schönauer Hühnerfautei, doch das Päckchen des befreundeten Zauberers aus Sibirien, das hatte Maximus der Magier doch dabei. Und verfehlte seine magische Wirkung nicht. “Sim-salabim” auf sibirisch, man beachte den tiefen Unterton, und schon war der Hase sichtbar.

Der Magier, das war im wirklichen Leben Daniel Schirner aus Heidelberg. Er hatte die Blicke der Besucher in der Fautei an diesem Nachmittag ganz auf seine magischen Hände fixiert. Im Nu entsprang dem russischen Geschenkpaket der Hase, der sich dann als wärmende Pelzmütze fernöstlicher Bauart entpuppte. Sogar mit rotem Bommel. Und der bewegte sich synchron mit den gleichen Bommeln an entfernten Bambusstäben. Das Erstaunen war groß an diesem Nachmittag, zu dem der Verein• “Alt Schönau” eingeladen hatte.

Das Gebäude wirkte verzaubert, es herrschte extreme Erwartungshaltung. Wann weilte ein Magier schon in der Hühnerfautei? “Falls was passiert, ich erläutere ihnen die Notausgänge.” Verblüffend, wie die grünen Pfeile nach links und rechts zeigen, nach oben und unten. Das zur Einstimmung. Ach ja, Zaubersalz durfte natürlich nicht fehlen.

Die Kinder in den vorderen Reihen waren baff, als die Papphasen nicht nur die Position wechselten, sondern auch die Farben. “Zeig mir die Schachtel.” Die Jugend in der ersten Reihe wollte alles ganz genau wissen. Kein Grund für den Maximus, nervös zu werden. “Bitteschön”. Die Schachtel war tatsächlich leer.

Auch der alte indische Seiltrick kam dran, in der Hühnerfautei wurde sogar der “Doppelte indische Seiltrick” gezeigt. Selbst dem Helfer aus den Reihen der Zuschauer war es auf der Bühne nicht ganz geheuer, so schnell wurde das Seil gekappt, gekürzt und “schwupp, schwupp” wieder zusammengebracht. Kinder beobachten genau. “Der hat ein anderes Seil genommen”, so die widerlegte Behauptung. Kinderaugen können ganz schön nerven. Doch der •Maximus blieb sibirisch eiskalt. Kein anderes Seil, alle konnten sich davon überzeugen.

Der kleine Sven war verblüfft, ein roter Ball wurde aus seinem Ohr gezaubert, ein Zweiter folgte. Es ging Schlag auf Schlag, Trick auf Trick, die Verblüffung und das Erstaunen wuchs.

Der gruselige Teil kam zum Ende der Zaubervorstellung. Die Gurke fiel wie von der Guillotine exekutiert. “Darf ich eine Freiwillige zu mir auf die Bühne bitten?” Der Maximus fand .dann in Anne-Christel Herion-Frey die mutige Frau. Die schob dann doch lieber ihre linke Hand durch die Öffnung, drehte den Kopf, schloss die Augen. Man konnte ja nie wissen.

Die Nerven lagen blank, als das messerscharfe Teil durch das Gestell sauste. Die Gurke war halbiert, und die Hand? Noch am Arm, da wo sie hingehörte. Applaus und Zugabe waren die Folge, die Zuschauer waren verzaubert an diesem Nachmittag im alten Gemäuer der Hühnerfautei.

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